Der deutsche Amtsschimmel und seine Sporen

Wenn ich vor einem Jahr gewußt hätte, dass mein größter Themenblock die Bürokratie umfassen würde, wäre die heutige Überschrift mein Blogname geworden.

Nachdem ich mich auf der wichtigsten Homepage für alles was man von einem österreichischen Amt benötigen könnte, darüber informiert habe was man so als neugeborene Auslandsösterreicherin für die Passerstausstellung braucht, habe ich es gewagt beim Meldeamt in Passau anzurufen.

Nach 25 Minuten und beim 4. Anruf – dreimal läutete es bis zu „der angerufene Teilnehmer ist momentan nicht verfügbar“ durch – hob eine tatsächlich kompetente Dame ab, die mich und mein Kind im Computer fand und meinte, um eine Meldebescheinigung fürs Küken zu erhalten, reiche es aus mit meinem Ausweis vorbeizukommen und ja, das ginge auch in der Dependance an der Peripherie.

Da in unserem Wohnhaus noch immer gebohrt und gehämmert wird, nutzte ich den Krach und das schöne Wetter für einen kleinen Ausflug mit Kinderwagen zum Amt.

Zehn Minuten und zwei Wartenummern später waren wir auch schon dran. Man stelle sich das Büro vor wie eine Sportstätte – am Rand sitzen die Beamten wie entnervte „Fans“ der ewigen Losermannschaft die schon wieder tut was sie am besten kann, nämlich verlieren, man selbst kommt gerade nach der Halbzeit als Spieler wieder am Platz. Ich habe meinen größten Fan mit der Platznummer sechs gleich entdeckt – einer mit Beisitzer. „Juhuu Einschulung,“ dachte ich und bemühte mich der Sachlage offen gegenüber zu sein.

„Hallo. Ich benötige eine Meldebescheinigung für meine in Passau geborene Tochter,“ sagte ich und übergab meinen Reisepass.

„Sie meinen Geburtsurkunde?“ fragten die zwei.

„Äh. Nein. Eine Meldebescheinigung.“

„Aber sie sind Österreicherin.“

„Ist das ein Problem für sie? Soweit ich weiß, darf ich innerhalb der EU wohnen wo ich möchte.“

„Ja aber ihre Tochter wurde in Passau geboren?“

„Und seit diesem Moment vor knapp sechs Wochen hat sie die Stadt auch noch nicht verlassen.“

„Na dann brauchen sie eine Geburtsurkunde.“

„Noch einmal: Ich benötige eine Meldebescheinigung. Ihre Kollegin am Telefon meinte, ich müsse „einfach nur meinen Ausweis vorlegen“. Wollens ned vielleicht amoi Daten daraus eintippen und wir spoan uns de Diskussion?“

„Ah jo.“

Tipp, tipp, tipp.

„Ich find Sie nicht.“

„Dann gehe ich davon aus, dass sie sich vertippt haben. Löschens die Felder und gebens alles nochmal ein.“

Beide Weiber starren mich an. Die Ältere blickt der Jüngeren über die Schulter.

„Die Frau hat Recht. Du hast sie 10 Jahre jünger gemacht.“

„Ahso. Hihihi.“

„xxxstraße? San des Sie?“

„Davon gehe ich aus.“ (Manchmal glaub ich echt die Ämter in Passau gehören alle der Versteckten Kamera.)

„Und wozu brauchen Sie jetzt eine Meldebescheinigung?“

Ab dieser Stelle war ich mir zu hundert Prozent sicher, dass man mir hier geistig nicht folgen kann und ich drehte richtig auf:

„Erstens möchte ich eine Bestätigung darüber, dass meine Tochter hier gemeldet ist, nicht dass das hier verschludert wurde, was man sich ja ganz gut vorstellen kann, wenn man hier als Partei erscheint. Und zweitens benötigt meine Tochter diese um einen Reisepass beantragen zu können – in Österreich.“

„Das Konsulat braucht das nicht.“

„Bitte überschreiten Sie nicht Ihre Kompetenzen, Sie tun sich ja mit Ihrem eigenen Aufgabenbereich schon schwer genug und stellen Sie mir EINFACH DIE MELDEBESCHEINIGUNG aus!“

Die Ältere murmelt zur Jüngeren:

„Eigentlich kostet sowas 5 Euro. Es scheint die Dame hat noch keine. Die Erstausstellung ist gratis.“

„Was soll ich draufschreiben?“

„Was meinens jetzt damit?“

„Na für wen?“

„Für meine Tochter?!? Es tut mir Leid. aber ich kann ihrer Frage gerade nicht folgen.“

„Für wen brauchens die?“

„Hab ich schon erklärt. Der Einfachheit halber schreibens bitte: Zur Vorlage bei den österreichischen Behörden.“

Als ich endlich wieder Tageslicht erblicken durfte, war ich mir nicht mehr sicher ob es sich um eine Einschulung, einen Probetag oder ein Amtsenthebungsverfahren gehandelt hatte und ob für die ältere oder die jüngere.

Ich bin jetzt auch schon schwer am Überlegen ob ich zu meiner Hochzeit in zwei Wochen nicht mit Gopro am Kopf auftauchen sollte um das alles mehr oder weniger heimlich mitzufilmen (ich gehe nämlich davon aus, dass die hier die cam für einen extravaganten Kopfschmuck halten würden). Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass die Eheschließung ohne Diskussion und ohne Fehler ablaufen wird und dabei denke ich gar nicht so sehr an meine Familie.

Zu wem hält man eigentlich wenn das eigene Land selbst nicht an einer WM teilnimmt?

Mein absolutes Lieblingsteam seit der letzten EM – Island. Wegen der Fans, wegen dem Huh, wegen der Stimmung, weil „kleines Land ganz groß“, weil Mutmacher für ein fußballerisches Antitalent-Land, weil die einfach Zucker sind und es selbst nichr glauben konnten so weit zu kommen – weder bei der EM noch bei der WM. Auch wenn es jetzt das Gruppenphasen-Aus gab – jo mei, das passiert auch Weltmeistern….

Darf man als Schluchtenscheißerin in Passau jubeln wenn die überheblichste Mannschaft verliert – gewinnt – verliert und dann als Gruppenletzter ausscheidet?

Ich analysiere das ganze jetzt:

Als Frau und Österreicherin habe ich mich nie sonderlich für Fußball interessiert.

Meine liebste Anekdote ist folgende: im Jahr 2000 war ich mit einer Freundin auf einem immer schon gratis Open-Air-Festival in Wien und hab dort mit den ein bisserl älteren Burschen die neben uns standen kräftig abgefeiert. Wir haben uns schon gefragt, warum die sich so deppert angeschaut haben als wir sie nach ihren Namen gefragt haben…. Pi, Pa und Po (ich hatte sie sofort vergessen)…. wir waren dann mit denen noch in einem Club wo wir sie dann gefragt haben „Studiert ihr?“ und die haben nur gelacht und gemeint „Ihr habts echt keine Ahnung, oder?“ Wir haben uns dann angeschaut, mit den Schultern gezuckt und gemeint „wovon?“ und die drei dann so „Oida, wia san Nationalspüla!“ und wir so „welcher Sport?“…. „ahso ja Fußball…hahahahaha!“ Wir haben geglaubt die verarschen uns….ist ja auch nicht so wichtig… Dennoch haben wir Monate später ein Länderspiel gesehen und trauten unseren Augen nicht….. unser einziges Kommentar war „Wir könnten Spielerfrauen sein, hahahahahaha.“

Also ich nahm Fußball schon immer sehr sehr locker…. als Österreicher muss man das.

Deshalb habe ich absolut kein Verständnis für lange Gesichter wenn man wo ausscheidet. Ich kenn das einfach nicht anders….man freut sich wenn man wo dabei ist und denkt sich „nur ein Spiel“ wenn es dann aus ist.

Wenn ich mir Fußballspiele anschaue dann wechsle ich permanent zwischen den beiden Mannschaften als Fan hin und her. Ausser es ist mir ein Team zu arrogant von Anfang an, dann halte ich IMMER zum anderen Team.

Seit dieser WM verstehe ich allerdings Fußball so gut wie nie. Auf Grund meines Urlaubs, habe ich bisher nur ein einziges Spiel nicht gesehen und bei den Korea-Spielen bin ich immer eingeschlafen – habe aber nicht das Gefühl was verpasst zu haben. Also, ich kenne mich jetzt wirklich aus, mit den Punkten, den Toren, Fairplay, Foulplay, Schwalben, wann Ecke, wann Einwurf, wann Elfmeter und erkenne sofort wann ein Team scheiße spielt und wann es hervorragend ist.

Ich verstehe nicht warum man, wenn man scheiße spielt, dann darüber überrascht/traurig/entsetzt ist ausgeschieden zu sein.

Ich verstehe auch nicht, warum man gegenüber dem Team, gegen das man gewonnen hat, gehässig sein muss.

Wenn ich mir Fußball ansehe, dann gibt es bei mir auf der einen Seite das Spiel das von einer Mannschaft gewonnen wird und auf der anderen Seite das Verhalten das die Mannschaften auf dem Platz und abseits davon zeigen. Das ganze ziehe ich zu einer Gesamtwertung heran und die entscheidet dann zu welchem Team ich halte. Rational und emotional bewertet.

Und wer die Klappe immer ganz weit aufreißt aber dann nicht liefert, hat es einfach nicht verdient, dass man zu dem Team hält. Nationalstolz hin oder her, ich habe ein Entscheidungsspiel AUT-GER auch schon im deutschen Sektor stumm mitverfolgt und fand es geil als Deutschland als bessere Mannschaft gewonnen hatte. Und gerade darum sag ich jetzt auch, wer gegen Österreich (!) 14 Tage vor WM-Anpfiff verliert (so geil ich das als Österreicherin auch finde), hätte das schon als einen Weckruf sehen können.

Deshalb muss ich sagen, alle 3 Spiele waren scheiße gespielt und deshalb verdient verloren.

Also, ja, ich bin lachend am Boden gekugelt und konnte es nicht fassen als die Koreaner in der Nachspielzeit zwei Tore erzielten – ich wurde für 90 Minuten mit offenen Augen durchhalten belohnt.

Ich halte jetzt übrigens zu Kroatien.

Weil: Den Ramos von Spanien finde ich seit dem üblen Foul an Mo Salah im CL-Finale scheiße.

Weil: Der Ronaldo zwar ein exzellenter Fußballer ist, aber so fucking überheblich, eingebildet und egomanisch, dass ich zu seinem Team einfach nicht halten kann.

Es kann aber sein, dass sich meine Haltung zu Kroatien noch ändert:

Weil: Ich den Harry Kane schon genial finde, schon alleine wegen dem Namen und irgendwie kriegt der auch so gut wie alles rein.

Weil: Belgien schon gut an Toren vorgelegt hat.

Möge – wie bisher – das bessere Team den Worldcup gewonnen.

The struggle is real – auf der Suche nach passender Kleidung….

Ich habe ein Problem. Ein großes. Ich trage mittlerweile eine Halbkugel vor mir her, die das Tragen normaler Klamotten unmöglich macht. Seit einigen Wochen versuche ich krampfhaft im Einzelhandel in Passau schwangerschaftstaugliche Kleidung aka Umstandsmode zu erwerben und dabei wäre es mir sogar wurscht ob die Hose dann 200€ kosten würde, Hauptsache a Hos’n. Es ist unmöglich. Nicht, dass es hier keine Fetz’ng’schäfte gibt, das Problem liegt an der „Tut mir leid, wir führen keine Umstandswaren, probieren Sie es mal bei Zweibuchstaben oder Zweibuchstaben“-Politik. Ja, die zwei Zweibuchstabenläden haben je einen Ständer „Umstandsmoden“ – schneidern lassen dürften die beiden übrigens von den gleichen bangalesischen Kinderhänden, da die Hosen bei beiden EXAKT die gleiche beschissene Passform haben. In der Not frisst der Teufel Fliegen, deshalb hab ich eine. Der Reißverschluss vom offenen Hosentürl hat nämlich mit der Zeit zu scheuern angefangen.

Mit wachsendem Bauch wurde die Verzweiflung immer größer. Denn die Zweibuchstaben-Hose hat einen so niedrigen Bund, dass sie über Bauch und Po rutscht und ich immer öfter aussah wie ein übriggebliebener Skater der 90er Jahre.

Somit wurde Shopping-Saturday durch Research-Saturday ersetzt. Denn unser Trip nach Wien stand bereits seit Monaten fest (seitdem Mann meinte man könne im 7. Monat nicht mehr in die Toskana). Gefühlt hunderte Homepages hab ich durchforstet um Umstandsmodengeschäfte zu finden – und seien sie noch so weit in der Peripherie…. Schnell kristallisierte sich heraus, dass dieser „Urlaub“ für drei Dinge genutzt werden wird: Kleidung und Kinderwagen kaufen, den elterlichen Dachboden plündern und friends und family zu treffen.

Als wir dann letzte Woche Dienstag auf der Mahü standen und ich Anstalten machte einen Zweibuchstabenladen ansteuern zu wollen, meinte Salar „You can’t be serious. I don’t want you to get another mental breakdown.“ „I am already prepared for the worst. Let us have a look.“ Zum Einen war ich von der Auswahl extrem positiv überrascht: VIER Ständer UND VIER Wandpanele!!!! zum Anderen aber auch enttäuscht > wieder keine leichten Sommerhosen. Dann sagte Salar: „I know you hate dresses because of the rubbing legs….but try one with this (-eine leggings haltend-) and if you don’t look like „Bitteschön, dankeschön, alles Gute“ we buy it.“ Also bin ich Augen rollend damit in die Umkleide verschwunden und war entsetzt. Entsetzt darüber wie geil ich damit aussah! Ich hab mich gleich wieder umgezogen, hab das Outfit Salar in die Hand gedrückt. „We buy it.“ Salar hat dann ein arabisches Stoßgebet in den Himmel geschickt.

Vollends motiviert sind wir dann in den ersten richtigen Umstandsmodenshop reingerauscht. Salar findet den Markennamen „Mamalicious“ obszön und ich fand es Scheiße bei Größe L mit der Produktion von Umstandsmode aufzuhören, immerhin leben die meisten Schwangeren ja nicht mein Leben, bis ins dritte Trimester kein Gramm zugenommen zu haben. Also raus aus dem Laden und rein in den nächsten.

X-Mal bin ich als „Nie schwanger werdende“ an dem Geschäft schon vorbei und hab mich darüber gewundert wie man damit Geld machen kann und jetzt stand ich drinnen und dachte „verdammte Scheiße, werden nur Kleidergrößen 32-38 angebumst?!?“ Etwas verzweifelt stand ich da und dann kam die Hipster-Mittvierziger-Geschäftsbesitzerin mit „darf ich dir helfen?“ an. „Ja, du, ich suche was, was mir passt.“ „Dezent oder Auftragend?“ „Ich bin das erste Mal in meinem Leben auf meinen Bauch stolz, es darf schon weh tun in den Augen anderer.“ „Wieviel hast du denn bisher zugenommen?“ „Nix.“ „Okay…..“ und dann ist sie durch den Laden gewuselt und hat von jedem Ständer was runtergenommen und gesagt „du gehst in die Garderobe und ich häng dir die Sachen einfach rein.“ Sehr gut. Alleine in einem Geschäft zu sein zahlt sich aus. Salar nahm mit einem Grinsen am Sofa Platz und ich fing mit der Modenschau an. Preislich lagen die ganzen Teile überraschender Weise unter meiner Vorstellung und somit wechselten mehrere Kleider – auch von Mamalicious – den Besitzer und ich war in meinem Leben noch nie glücklicher und noch nie erstaunter, Kleider gekauft zu haben, die ich sogar nach dem Exodus des Küken noch tragen können werde.

Dennoch. The struggle stays real.

Wenn man nämlich bei 25+ Graden und Sonnenschein einkaufen geht und eine Frühjahr-Sommer-Schwangere ist, vergisst man nämlich ein wichtiges Kleidungsstück komplett: die Jacke.

Wurscht, dachte ich. Wir fahren eh nach Regensburg, da wirds ja wohl ein Umstandsmodengeschäft geben. Hahahahahahahahahahahahahaha! Manchmal bin ich schon sehr einfältig. Google, mein bester Freund in vermeintlich allen Lebenslagen, hat gestern auf mich geschissen. „Umstandsmode Regenburg“ und diverse andere Suchbegriffe führten nur zu „ähnlichen Treffern“…. LOL. Dann auf Seite drei ein Hoffnungsschimmer – ein Forumseintrag aus dem Jahr 2007 in dem ein Geschäft genannt wird. Das habe ich dann auch gegoogled und es spuckte Öffnungszeiten, Adresse und eine Telefonnummer aus…. dennoch, irgendwie blieb ich stutzig… Immerhin lieferte ja meine ursprüngliche Suche nur „ähnliche Ergebnisse“. Deshalb habe ich nach einem halben Jahr mal wieder mein Festnetztelefon verwendet und die angegebene Nummer angerufen. „Diese Nummer ist nicht vergeben.“ Salar lachte sich deppert. Ich: „Germany really has a problem with Digitalisierung. They don’t know how to use it – AT ALL.“ Salar: „Maybe it is like with the Scheiß-Telekom – 2 Jahres Abonnement. If you don’t quit it in the right second it stays on for another two years.“

Ich hasse es online Kleidung zu kaufen, da ich dieses Zurückschicken von nicht passendem urmühsam finde.

Also habe ich auch weiterhin keine Jacke die ich vorne schließen könnte – und auch kein Jackerl. Hätte ich vor drei Jahren ahnen können , dass ich mal eine Matroshka sein werde, ich hätte mir so eine bescheuert aussehende Übergrößen-simulierende Weste gekauft.

Das seltsame Verhalten der deutschen Arbeitskollegen nach Schichtende

Als ich noch in Wien zur Arbeit ging, gab es immer Öffi-Fahrgemeinschaften. Wer gleichzeitig aus hatte, flüchtete auch mit der selben U-Bahn oder dem gleichen Bus, oder wer ein Auto hatte fragte zumindest anstandshalber „Soll ich dich mitnehmen?“

Man saß zusammen im selben Carrée im selben Wagon oder stand im Bus im selben Quadratmeter, man redete miteinander, zog über andere und die Arbeit her, baute Frust ab oder sprach über so nicht öffentlichkeitstaugliche Themen, dass man die Blicke der anderen Anwesenden auf sich zog.

Manchmal hat sich dann auf dieser Fahrt noch ein „was meinst, gemma noch ins xxx (Beisl, Bar der Wahl)?“ ergeben, weil man ja noch was fertig zu tratschen hatte. Zu diesen Gelegenheiten wurden dann auch noch Frühschichtler des Tages, von denen man wußte sie hatten tagsdarauf frei, angerufen und gefragt obs nicht auch noch Lust hätten auf einen Absacker.

Wenn man mit manchen nicht im selben Fahrzeugteil saß, dann hatte das seine Gründe. Zum Beispiel: „Sei mir bitte ned bös, aber ich möchte das Buch fertig lesen bevor ich daheim bin.“ oder „Ich muss bei Haltestelle xy vorne/hinten raus und habs eilig.“

Ich vermisse es.

Hier in meiner Wahlheimat läuft das gaaaanz anders. Und: ich beobachte das nicht nur mit meinen Arbeitskollegen sondern auch unter Arbeitskollegen anderer Firmen mit denen ich die Einstiegshaltestelle teile. Also liegts nicht an mir, sondern dürfte „was kulturelles“ sein:

Man steht zusammen an der Haltestelle und plaudert. Der Bus biegt am Ende der Straße ein. Das Gespräch stockt. „Na heute ist er ja fast mal pünktlich – hohoho.“ Bus bleibt eine Station vor „unserer“ stehen. „Na wo bleibt er denn? Wird wohl nix mit der Pünktlichkeit – hohoho.“ Der Bus fährt in unsere Station ein und die Menschen die vorher noch im Rudel redeten kennen sich nicht mehr. Kein Wort des Grußes. Nix. Einer steigt hinter dem anderen ein und die Gruppe verteilt sich großflächig im meist menschenleeren Bus. Bei einer Viererkollegengruppe sieht die Verteilung wie folgt aus: Der erste geht nach hinten durch und setzt sich in die letzte Reihe. Der zweite setzt sich gleich hinter dem Busfahrer. Der dritte nimmt mittig in der zweiten Bushälfte Platz und der vierte im Mittelteil der ersten. Nichtmal beim Aussteigen wird der Rest der Belegschaft gegrüßt oder zumindest mit einem Nicken bedacht.

Panik steigt in den Köpfen allerdings dann auf wenn manchmal schon eine Horde Menschen den Bus bevölkert und eventuell für die vier nur noch eine Vierergruppe frei ist und man zwangsläufig zusammensitzen muss wenn man nicht stehen will (und wer will das schon nach einem 8-Stunden Bürotag). Um aber auch in dieser engen Situation das „Ich kenn die anderen nicht“-Gesicht nicht zu verlieren, haben die Assi-Kollegen von hier auch dafür eine Lösung > das Smartphone. Steckte es vorher noch in der Tasche, klebt es jetzt in den Händen. Es wird partout nicht mehr miteinander gesprochen sobald man im Bus sitzt.

Da frag ich mich, was bitte ist euer Problem? In welchem der Zehn Gebote steht „Gehe nur freundlich mit deinen Kollegen um solange du dich nicht fortbewegst?“

Ich weiß von einigen Kollegen wo sie wohnen. Das ist für mich jetzt nix abartiges oder stalkerhaftes. Ich hab das immer von denen gewußt die ich leiden kann, weil man könnte ja mal ein Auto haben und jemanden mitnehmen wollen. Und was bin ich anno dazumals mit dem Auto durch Wien gekurvt um Kollegen in die entferntesten Winkel zu bringen. Und mei, von mir weiß und wußte es ja auch einjeder der mich fragte. Für die Deutschen ist es ja besonders interessant zu erfahren dass die Ösi tatsächlich nach Deutschland gezogen ist….ja, ich weiß, das Gras ist jenseits der Grenze viel grüner…LOL.

Also, jetzt die Frage: Wenn ich weiß wo die schwangere auf Öffis angewiesene Ösi wohnt, ein Auto besitze und ihre Wohnung am Weg heim liegt und wir zur selben Zeit aus haben, frag ich da nicht zumindest anstandshalber „soll ich dich mitnehmen?“? Die Antwort ist: Nein, man fragt nicht. (Zum Verständnis: alle wissen dass ich kein Auto habe, weil das war nach „die kommt aus Österreich“ das Zweite was sie über mich erstaunte.)

Aber ich bin ja nicht auf den Mund gefallen und frag mittlerweile selbst „heast mogst mi ned mitnehma owezua is zach mim Bauch?“ besonders gerne samstags, weil der Bus da nie so fährt wie ich aus hab. Nein sagen tuns eh nicht die Piefke….LOL.

Ich finds ein bissi traurig.

Ich finds ein bissi assozial.

Ich vermisse meine Öffi-Kollegen in Wien: Alex, Babsi, Elif, Brigitte, Tanja, Elisabeth, Max, Milo, Ernest und alle anderen…

Digitalisierung – my ass

Oh Gott wie ich dieses Wort nicht verstehe…

Ganz Deutschland hat Angst vor der Digitalisierung und ich schlag mir nur jedes Mal auf den Kopf wenn ich dieses Wort höre oder lese und dann schüttelt er ganz lange… WTF is wrong mit diesem Deutschland? Ich komme aus der kleinen Alpenrepublik und dieser Fortschritt wurde dort nicht thematisiert sondern man hat einfach gemacht. Ich glaube in meiner Heimat gibt es nur noch ganz wenige Almhütten ohne Glasfaser und ganz wenige Dienstleister die man nicht per APP erreichen kann.

Wenn Mutti Merkel oder sonst ein Politiker im Fernsehen gezeigt wird wie er schreckenserfüllt über Digitalisierung spricht, sitz ich davor, starre vor mich hin und sage in die Leere „Großglockner – rauschfrei“. Das war der Werbeslogan des damals größten Mobilfunkanbieters Österreichs Ende der Neunziger – Neunzehnneunziger wohl bemerkt.

Wenn ich meiner Arbeit im Callcenter nachgehe und ich höre „es tut mir leid, ich kann sie nicht verstehen, ich habe keinen Empfang. Ich rufe sie vom Festnetz an wenn ich daheim bin.“ dann denk ich mir „WTF – das ist Deutschland! Ein G8-Land!“.

Als der lokale Netzanbieter uns einen Brief (!) geschrieben hat, dass unser Festnetz (!) ab sofort funktioniert, hab ich den Brief ausgelacht und zu Salar gesagt „look the welcoming letter from stone age arrived today.“ FESTNETZ!!!! Ich meine, was ist das? Festnetz haben in Österreich Firmen und vielleicht ein paar nostalgische Privatpersonen zwecks der Hetz. Was mach ich damit? Seit dem Jahr 2000 habe ich privat keinen Festnetzhörer mehr abgehoben. Sogar mein 91-jähriger Großvater hat ein Handy und zwar ausschließlich ein Handy, weil man das überallhin mitnehmen kann – sogar in den Keller!

Ich komme ja ursprünglich aus einem Provinznest mit Mineralwasserabfüllanlage südlich von Wien und ich kann mich sehr gut erinnern an damals – Anfang der Nuller Jahre – als noch nicht jeder meiner Bekannten dauernd in Wien war und man sie noch immer bei langweiligen Gesprächen am Handy mit „Du ich geh gerade zur Ubahn runter, ich hab dort keinen Empfang“ und ein paar mal Handy-an-Jacke-Gerubbel tatsächlich dazubringen konnte aufzulegen. Schon damals konnte man nämlich in Wien rauschfrei (sic) in allen 5 Ubahnlinien telefonieren, nicht nur in der oberirdisch geführten U6 – aber die Provinzkinder wussten das halt nicht.

Ich kann mich wirklich beim besten Willen nicht daran erinnern irgendwo in Österreich mal keinen Empfang gehabt zu haben – die Westbahnverbindung Wien>Linz ausgenommen, aber das ist ja auch ein Bahnproblem und keine Digialisierungsschwäche (oder vielleicht lag es ja auch nur am ICE by DB).

Das andere „Digitalisierungsproblem“ das Deutschland anscheinend kommen sieht, ist das Aussterben des Einzelhandels – WHAT?! Wovon sprichst du Wohnland? Als ich das hörte, dachte ich an meine Premium-Super-Gold-Plus-Platinum-Mitgliedschaft im Amazonas. Kein Wunder, dass die mir immer gleich bei jedem kleinsten Problemchen die Mitgliedschaft gratis um einen Monat verlängern! Es scheint ja, dass ich in Germany die einzige Kundin bin! (In fast 6 Monaten hier habe ich mit zwei Bestellungen schon 4 Monate extra rausgeschlagen). Und seither verstehe ich auch warum die „am nächsten Werktag“-Lieferungen von der nachmitternächtlichen Bestellung meist am späten Vormittag des selben Tages schon da sind. Ich habe dort ja meinen persönlichen Betreuer – bestellt ja sonst anscheinend niemand hier was aus dem Dschungel. Und da sind wir dann beim Ende der Digitalisierung angekommen, denn wenn ich mit der Lieferung nicht rechne und eventuell gerade mal beim Supermarkt bin, dann kann ich die Lieferung meist am anderen Ende Bayerns abholen – „Ihre Lieferung liegt in Augsburg zur Abholung bereit“ – „Habens mal auf einem Plan nachgeschaut wo Passau liegt?“ – „Sie wurden beim Zustellversuch nicht angetroffen“ – „Und jetzt werd ich bestraft?“ – „Sie können das Paket nächsten Montag zwischen 7.45 und 8.45 abholen, danach bin ich nicht mehr da.“ – „Wissens was, schickens den Schaß zurück in den Dschungel“ >> und zack 2 Monate Verlängerung und Expresszustellung per Post statt mit dem Götterboten….. facepalm…

Ich muss allerdings gestehen die Post da ist wirklich leiwand. Bekomme jetzt immer live-updates aufs Handy wo mein Packerl gerade ist und 2 Tage im Vorhinein die Info wann zugestellt wird + Möglichkeit der Bekanntgabe eines Abstellortes. Also die sind hier anscheinend am meisten digitalisiert….

Ich schweife ab….zurück zum Einzelhandel. Ich hab das mit meiner Mama bequatscht: Der Einzelhandel in Österreich ist nicht eingegangen weil er plötzlich einen online-shop hatte… sondern wegen den Einkaufszentren und der Massenbilligware fragwürdiger Herkunft.

Also ihr da draußen….könnt ihr mir bitte erklären warum ein bisserl Vernetzung euren Arbeitsplatz oder gar Leib und Leben gefährden könnte?

Fünf Dinge die mir hier richtig taugen

Nach all dem Sudern in den letzten Tagen, seitdem ich hier sesshaft geworden bin, muss ich auch mal darüber schreiben, worüber man ja nicht sooo gerne spricht. Und zwar über das, was einem echt taugt.

Die Reihenfolge entspricht der Reihenfolge meiner Gedanken. Kein anderes Ranking liegt dem zu Grunde:

Payback-Karte

Während ich in Österreich x verschiedene Kundenkarten mit mir in meinem Börserl herumgeschleppt habe und meistens gerade die daheim liegen hatte, die ich gerade benötigt hätte, gibt es hier die Payback-Karte. Die gilt zwar nicht überall, aber das tun die typischen Bonuspunktekarten in Österreich ja auch nicht. System: für jeden Euro den man bezahlt, bekommt man einen Punkt. Der Punkt ist einen Cent wert. Von den Punkten kann man sich dann entweder Prämien kaufen oder man löst sie in einen Gutschein ein. Eigentlich jeden Monat gibt es in den gängigen Läden Aktionen wie z.B. fünffach oder sogar zehnfach Punkte auf einen Einkauf.  Dafür nehme ich die Auswertung meiner Shoppinggewohnheiten gerne in Kauf, schließlich habe ich ja tatsächlich was davon. 

Öffnungszeiten

Was mir an Wien so getaugt hat war, dass es an neuralgischen Reisepunkten immer einen Supermarkt gegeben hat, der am Sonntag und an Feiertagen auch bis tief nachts geöffnet hatte. Ich dachte, ich würde das vermissen. Tu ich aber nicht wirklich. Denn hier haben die meisten Supermärkte von Montag bis einschließlich Samstag von 7 bis 20 Uhr geöffnet. Ist zwar nicht wirklich familienfreundlich für die, die dort arbeiten (einer von uns tut das) aber trotzdem finde ich es leiwand. 

Obacht – die Freundlichkeit der Piefkes

Wer hätte sich das gedacht! Die Wienerin findet Piefke freundlich! Das kommt ja fast schon einem Staatsverrat gleich! Egal, ist halt so. Während ich als Kind immer die Luft anzuhalten versucht habe, wenn wir urlaubstechnisch übers Deutsche Eck mussten, finde ich jetzt im mittleren Alter die deutschen Sprachgenossen wirklich nett. Zum Beispiel unseren Bauleiter im Haus, der immer winkt und fragt ob eh alles passt. Und der Installateur, der beim Reinkommen in unsere Wohnung gemeint hat: „ah di kenn i do vom (Supermarktname). Wia hom uns beim Eikaufa xehn.“ (Ja, fuck, kann sein, weiß ich nicht.) -„Richtig! Servus!“ Oder die Tante an der Supermarktkasse die mit einem Lächeln schöne Feiertage wünscht. Oder bei der Autovermietung die Dame: „Ia ziagts ned zufällig in da xxxstroßn ins neie Haus ei, oda? I hob des Auto xehn. Sehr fei hobts es do.“ Oder bei der Krankenversicherung die Dame am Empfang die mir eine schöne Zeit bei meinem neuen Arbeitgeber gewunschen hat, weil das ein richtig gutes Unternehmen ist. Oder im Fetzngschäft die T-Shirt-zusammenlegende-studentische-Samstagsaushilfe, die mit mir jeden Kleiderständer abgegrast hat auf der Suche nach dem Oberteil, das ich online gesehen habe, und sich dann tausendmal entschuldigt hat, dass es das nicht mehr im Laden gibt und dann nochmal mich gesucht hat, um mir einen 10% Onlinegutschein in die Hand zu drücken. Das sind tatsächlich nur wenige Beispiele aus zwei Wochen. Das taugt mir. 

Das bayerische „Du“

Was mir wirklich auffällt, ist, dass ich hier nicht oft gesiezt werde. Nicht einmal in der Apotheke: „Mogst wos mit Thymian gengan Huastn oda wos aundres?“ 

Lustig war das mit unseren Vermietern. Wir dachten beidseitig wir müssten per Sie sein bis ich dann zu ihr zwischen Waschmaschine und Häusl gemeint hab „Ich tu mir so schwer mit dem Siezen. Können wir bitte per Du sein?“ – die Antwort war ein erleichtertes: „Jooo! Gott sei Dank du ah!“ und am nächsten Tag rief er an und sagt „Gö Isabella, i bin da (Vorname) fia de Zukunft samma a per du.“

Servus und Pfiati

Das hab ich mir ganz schnell angewöhnt, weil der Salar das am liebsten in den unpassendsten Situationen anwendet und ich dann immer lachen muss. Zum Beispiel im norddeutschen Braunschweig in der Bäckerei – niemand hielt ihn für einen Araber, dafür aber für einen Bayern – können ja beide nicht so richtig Deutsch 😉

Bonus: die Akzeptanz gegenüber Österreichern

Eine Anekdote muss ich noch loswerden. Der Installateur fragt woher ich komm. Ich sag: „Aus Wien.“ Er: „Na des homma do olle no ned gmerkt. Oida, welkam tu Dschörmäni!“ und peckt sich volle Wäsch ab. Ich hab auch gelacht – aber nur weil sich mein Vorurteil bezüglich der bescheidenen Englisch-Kenntnisse der Deutschen ein bissi bestätigt hat und wegen seinem falsch intonierten „Oida“. 

Abschied und Neubeginn

Ich gebe es offen und ehrlich zu, ich habe meine Kollegen enttäuscht und mich selbst ein bisschen überrascht, als ich ohne „epischem Abschiedsmail á la Isa“ vor über zwei Wochen von meiner alten Wirkungsstätte von dannen gezogen bin – das ist so gar nicht meine Art und alle die mich so gut kennen, haben mich auch immer gefragt „und? rechnest ab?“ – ich muss gestehen, diese Frage hat mich sehr amüsiert und auch ein bissi geehrt.

Ich habe mich bewusst gegen eine „Jahrzehnte-Abrechnung“ entschieden. Man wird mit dem Alter einfach weiser und ausserdem bleibe ich ja dem Arbeitsumfeld treu und werde an meinem neuen Arbeitsplatz oft mit dem alten zu tun haben.

 Ich habe übrigens beschlossen, so lustig es auch manchmal in meiner Arbeit sein kann, hier nicht darüber zu schreiben und wenn wirklich kein Weg daran vorbeiführen sollte, weil es einfach zu gut ist, wie bei allem anderen auch, die Unternehmen nicht erwähnen. Das hier wird ein werbefreier Blog bleiben, deshalb bezahle ich ja auch dafür, dass hier keine Werbung geschalten wird.

Nun aber zu dem was ich wirklich schreiben will.

Als ich gegangen bin, habe ich auch davon Abstand genommen so ein Schleimscheißermail an alle zu schreiben in dem ich mich für die „gute Zusammenarbeit“ bedanke und sich dann mindestens 15 beim Lesen fragen, wer die Alte überhaupt war. Am lesenden Ende war ich sehr häufig. Nein, danke.

Auch Sekt, Brötchen, Kuchen oder eine Abschiedsfeier gab es nicht. Ich finde sowas äusserst peinlich. Jahrelang habe ich niemanden bestochen, warum zum Abschied? Abschiedsfeiern finde ich auch extrem dämlich, denn die mit denen ich in Kontakt bleibe (und die mit mir in Kontakt bleiben) brauchen keine und der Rest verdient sie nicht.

Nichtsdestotrotz habe ich aber dennoch einiges bei meinem alten Brötchengeber gelernt, das ich zu meinem neuen mitnehmen werde. Und das will ich euch nicht verheimlichen:

  1. Nimm dir Zeit für dich – dein Arbeitgeber existiert weiterhin, auch wenn du nicht 250 Stunden im Monat arbeitest. (Und nimm dir verdammt noch mal deinen Urlaub!)
  2. Verliere dein Ziel nicht aus den Augen. Mach Mehr- und Überstunden weil du das Geld benötigst und nicht weil du glaubst, dass deine Kollegen „so arm“ sind – sie haben den Job auch freiwillig angenommen, so wie du. Sei nicht psychologisch erpressbar und erpresse auch andere nicht.
  3. Verbringe Zeit mit den Menschen die dir wichtig sind und dich vorwärtsbringen und meide die ewig-grummeligen, unzufriedenen und die, die immer was von dir wollen ohne zu geben. 
  4. Schütze dich selbst und lass dir deine Freiheiten.
  5. Arbeite in dem Tempo das du in der jeweiligen Situation für richtig hältst.
  6. Genieße das Leben, nimm nichts persönlich, schaffe dir deine Auszeiten, und gib kontra wenn dir jemand ins Nest scheisst.
  7. Wenn du krank bist, geh nach hause und bleib dort bis du dich wieder fit zum Arbeiten fühlst. Nichts ist so wichtig wie deine Gesundheit.
  8. Verwende alle Funktionen deines Smartphones richtig: Lies keine Firmenmails in deiner Freizeit, schalte auf stumm oder blockier mal Nummern die dich nicht anrufen sollen – die Entspannung ist phänomenal.
  9. Wenn die Arbeitsbedingungen mehr denen eines anderen Arbeitsplatzes ähneln, als dem für den du dich entschieden hast, protestiere.
  10. Wer sudert wird ned pudert. Wenn du unzufrieden bist, mit dem womit du die meiste Zeit deines wachen Lebens verbringst, such dir entweder einen neuen Job oder ein ausgleichendes Hobby. Das wichtigste in deinem Leben ist dein Seelenfrieden.

Ich glaube, diese zehn Gebote sollte jeder an seinem Arbeitsplatz irgendwann lernen. Egal ob du Busfahrer, Krankenschwester, Buchhändlerin, Physiotherapeut, Moderator oder Baustellenleiter bist.

In zwei Tagen beginne ich an meinem neuen Arbeitsplatz und ich bin schon sehr aufgeregt. Nicht, weil ich was Neues machen werde sondern ganz im Gegenteil, weil ich etwas machen werde, was ich im Grunde schon kann, nur eben bei einer anderen Firma. Ich versuche schon seit letztem Freitag meine Erwartungshaltung auf Normalmaß zu korrigieren und neutral dort mal alles so aufzunehmen wie es ist… wünscht mir Glück.