Schanaya Schajenn

Seit einem Monat wissen wir was unser Küken mal wird – eine Henne.

Während wir – die Eltern – davon überzeugt waren, dass das Erstgeborene ein Sohn wird, waren die Großeltern-to-be mal wieder schlauer und meinten „das wird ein Mädel“. Wir haben das zuerst mit einem „hahaha na das wird ein Bub“ versucht abzutun, denn immerhin hatten wir von Anfang an einen Bubennamen, doch wir sollten eines besseren belehrt werden.

Als mein Gyn dann Ende Februar offenbarte „Ihre Mutter hat Recht. Es wird ein Mädchen.“ kam in mir das Gefühl der Panik hoch. „Aber wir haben keinen Namen.“ „Stressen Sie sich nicht. Sie haben ja noch 6 Monate Zeit.“

LOL….das bin aber nicht ich. Ich plane Urlaube 2 Jahre im Vorraus und da gehts um 2-3 Wochen und nicht um ein lebenslanges Urteil!

Sobald ich wieder Internetempfang hatte, habe ich alle wichtigen Menschen in meinem Leben darüber informiert und sozusagen „Task force Namensfindung“ ins Leben gerufen.

Meine wichtigsten Namenskriterien waren:

1.. Ich will einen Namen auswählen, den man supergut über weite Strecken rufen kann, ohne a) hysterisch zu klingen oder b) ein ganzes Rudel an Mädchen aufzuschrecken.

2. Es soll ein klassischer Name sein.

3. Mein Kind soll damit von der Häuslfrau bis zur Universitätsdozentin alles werden können, ohne dass sich die Kunden beim Namensschild lesen wundern wie man diesen Beruf mit dem Namen erreichen konnte.

4. In unserer beiden Kulturen muss der Name vorhanden sein und im besten Falle ist er global bekannt, damit unsere Tochter leben kann wo sie will ohne permanent ihren Namen buchstabieren zu müssen.

Der beste Brainstorm fängt immer mit einem Shitstorm an, der alle „wir wollen unserem Kind den originellen Namen einer international bekannten Sängerin mit deutscher Schreibweise geben“-Eltern vor Neid erblassen lässt: Rihänna, Schanaja, Schakira, Schantal, Mändy, Selin, Wittney, Alischa…..

Am Ende des Tages hatten Salar und ich einen Namen gefunden, der in Bibel (prominente Figur(en) im Neuen Testament) und Koran (eine ganze Sure ist nach ihr benannt) steht und den es somit überall auf der Welt gibt.

Seitdem versucht mir die ganze deutschsprachige Welt zu erklären, dass das „ein sehr ungewöhnlicher Name ist.“ Was so nicht stimmt – es gibt Millionen davon überall mit unterschiedlichsten Schreibweisen und Varianten und wir haben für unser Kind die arabische gewählt, die aber so einfach ist, dass ich sogar meinem Vater zutraue sein Enkelkind richtig zu benamsen.

Und das für mich Beste ist: Ich kenne niemanden der SO heisst, sondern weiß nur von einer, die ich für eine ziemlich coole Socke halte. Denn es ist tatsächlich so: Wenn man einen Namen fürs eigene Kind sucht weiß man erst wie viele Menschen man nicht leiden kann.

Als zweiten Namen erhält die kleine „Johanna“ – nach Tradition der mütterlichen Seite, nach der Ur-Oma. Und der dritte Name ist natürlich der der Patentante-ohne-Kirchenzirkus, da wir unserem Kind die Wahl lassen, welche Konfession sie annehmen möchte – Hauptsache gesund.

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