Die erste Woche in der neuen Heimat

Unser Motto der ersten Woche war frei nach Mutti Merkel: Wir schaffen das!

Am Montag haben wir am Abend die Couch, den Kühlschrank und den TV ausgeladen, was für mich persönlich null Sinn machte – Salars Plan war aber die schweren Sachen auszuladen damit ich dann die leichten Dinge alleine ausladen kann am Dienstag. Couch und TV wurden auch gleich aufgebaut, dann noch das Bett. Ich bin recht schnell draufgekommen, dass die Küche nicht wirklich viel Stauraum aber dafür um so mehr Platz bietet. Also habe ich ein Bücherregal zum Gewürzregal umfunktioniert und noch eine Kiste „Bücher für den Keller“ angelegt. Am Dienstag haben wir am Morgen gleich mal ein bissi ausgeladen – den Tisch und die Stühle und den Tisch auch gleich aufgebaut. Tagsüber habe ich immer mal wieder was aus dem Auto mitgehenlassen wenn ich eine rauchen war oder vom Einkaufen gekommen bin. Am Abend hatten wir am Gang kein Licht, somit wurde nicht weiter ausgeladen und Salar hat wieder den Schachtelwirt vorgeschlagen, aber ich hatte die Schnauze echt voll von den Grindburgern und habe das erste Mal in der neuen Wohnung gekocht. Hendlschnitzel in Schlagoberssauce und Reis. Den Reis hab ich mal gleich zerkocht, aber egal, wir waren so hungrig, dass weniger kauen nur zu unserem Vorteil war. 

Aus meinem Mittwoch-Traum mit Shisha und Backgammon wurde nichts. Mittwochs hatten wir einen Akkordarbeitstag. Salar hatte frei, wir waren um 7 Uhr wach und haben nach dem Frühstück den Transporter in 3 Stunden geleert. Ich muss sagen wir sind ein tolles Team.  Während ich den Transporter retournierte und den Einkauf erledigte hat sich Salar um das „wichtigste“ Möbelstück gekümmert – die TV-Bank. LMFAO. Als ich dann wieder daheim war, war das Möbel noch nicht ganz fertig, weil „eine Rückwand fehlt“ – ich habe zwar schon vor dem Weggehen gesagt, dass es nur eine gibt, aber Salar war da schon durch mit geistigen Aufnahmekapazitäten – verständlich, in den Tagen seit Freitag haben wir beide nicht genug geschlafen und er musste ja auch noch arbeiten gehen. Also haben wir es gemeinsam vervollständigt und ich hab mich dann an die easy-peasy „alle gleich“ Regale aus Schweden gemacht während Salar sich ausruhte. Ein bissi habe ich ihn schon beneidet, weil ich kann das nicht – in einer Baustelle schlafen. Ich kann mich erst ausruhen wenn mein Tagessoll erfüllt ist und das habe ich mir doch recht hoch gesteckt in den letzten Tagen. Am Donnerstag haben wir zwei Schränke für die Ankleide und den Schreibtisch aufgebaut, am Freitag dann die letzten zwei Möbelstücke. Am Samstag habe ich alles eingeräumt was zum Einräumen geht. Es stehen keine Kisten herum, alles hat einen Platz. Mittlerweile haben wir auch schon drei Mal Wäsche gewaschen und jeden Tag wird gekocht.  Sonntag wurde endlich, endlich mal nichts gemacht – ausser der Fernseher programmiert. Salar hat den ganzen Tag geschlafen und ich eigentlich auch. 

Und unsere Terrasse wurde in dieser Woche auch fertig! 😊 Irgendwie auch ein kleinwenig schade, ich habe dem Baggermann so gerne zugesehen – schon bewundernswert was die mit einer Schaufel so drauf haben. Damit kann man soviel mehr machen als nur graben! Das war mir gar nicht bewusst – wann hat man denn auch schon direkt vor dem eigenen Panoramafenster eine Baustelle und ist immer daheim um das feststellen zu können… 

Für Montag steht am Plan Lampen und ettlichen Kleinscheiß zu kaufen, den wir in unserem Auseinanderleben nicht benötigten, von dem wir nie geglaubt haben, dass sich dessen Anschaffung lohnt, aber jetzt für ganz sinnvoll halten (Aschenbecher für die Terrasse, diese Filzaufkleber für Möbelbeine, Zahnbürstenhalterung,…).

In den nächsten Tagen und Wochen werde ich noch hier und da etwas optimieren, wir werden uns einen Waschmaschinenoberschrank zulegen… aber sonst kann ich sagen: WIR HABEN FERTIG. 

UND: Ich war ja immer ein strikter Gegner von Vorhängen – braucht man im vierten Stock ohne vis à vis Nachbarn ja auch nicht. Aber jetzt, teilerdgeschossig mit Panoramafenster, sag ich JA zu einem Vorhang. Nicht jeder der beim Diskonter auf der anderen Straßenseite parkt muss sehen was wir so auf der Couch treiben. Entweder werde ich jetzt gerade alt, erwachsen oder gschamig.

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