Der Umzug – Tag 2: Transporter laden

Am Samstag war Salar um 7 Uhr wach und weckte mich mit „There is a lot of empty space in front of your house.“ Ich war sofort hellwach, angezogen und bin zum Auto gesprintet um es umzuparken. Parkplatz direkt vor der Tür – hurra! Ich habe zwei Zettel auf die hinteren Türen geklebt mit „Wir ziehen heute um. Bitte Abstand halten.“ (Das hat auch wirklich gut funktioniert, alle die hinter uns geparkt haben, haben so viel Platz gelassen, dass genau kein Auto mehr reinkam und wir haben uns bei jedem bedankt.)  


Dann haben wir einen Kaffee getrunken, eine geraucht und die Couch und das Bett zerlegt. Das erste Ding im Transporter war der Kühlschrank. Dann folgte die Couch. Danach sind wir schnell zum Supermarkt um was zu beißen zu organisieren. Ein leerer Magen arbeitet nun mal nicht gerne. 

Nach 7 Stunden Kisten und Regalbretter zitzerlweise schleppen – aus der Wohnung zum Aufzug, in den Aufzug, aus dem Aufzug, zum Haustor und dann ins Auto – haben wir Pizza bestellt – beim Bestellen habe ich gesagt, dass wir die sind die den Umzugswagen laden und wahrscheinlich überall im Haus nur nicht in der Wohnung sein werden. Also wurde die Pizza zum Transporter geliefert. Die stand dann noch 30 Minuten herum bis wir endlich gegessen haben, weil „eine Kiste geht immer noch.“ 

Salar hat weiter eingeladen während ich zum Hotel bin um das Zimmer zu übernehmen. Dann haben wir den restlichen Scheiß noch eingeladen – zum Schluss das Bett – weil das ja das erste große Ding war, das wir in der neuen Wohnung wirklich benötigten. 

Salar hat dazwischen immer mal wieder alles mit Spanngurten gesichert, auf Grund der langen Fahrt und weil wir am nächsten Tag ja noch Platz benötigten. 

Um 20 Uhr standen noch immer ein paar Dinge herum und Salar meinte, die könnten wir noch einladen aber ich war so fix und foxi, dass es mir gereicht hat und wir haben die Türen zugeschlagen und sind ins Hotel.

Ich spürte nichts mehr. Weder meinen Körper noch meinen Geist. Absolute Leere. Keine Gedanken. Keine Schmerzen. Wie tot. Das war schon sehr seltsam für mich und ich habe keine Ahnung wie oft ich gesagt habe „I feel nothing – No love. No Hate. No Pain. Nothing.“ Nach einer Dusche und drei Glaserln Prosecco im Hotelhof habe ich dann zumindest wieder beten können und Gott darum angefleht, dass irgendjemand das Scheißauto über Nacht stiehlt damit wir es nicht mehr ausräumen müssen. 

Wir hatten beide einen sehr sehr tiefen Schlaf in dieser Nacht.

Tag 3 folgt in Kürze.

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