Der Umzug – Tag 1: Auto holen, Wohnung übernehmen, nach Wien fahren.

Am Freitag, den 13., hatte ich meinen letzten Arbeitstag – also genau genommen waren es nur 3 Stunden. Danach bin ich mit dem Zug nach Passau um den Umzugswagen und Salar zu holen und die neue Wohnung zu übernehmen. Der Zug hatte in Passau sieben Minuten Verspätung so dass ich zum Bus laufen musste. Passau ist nun mal eine Dorfstadt und da fährt ein Bus alle halben Stunden, oder wie Salar sagt „once in a century“. Das Mietauto war – wenn man auf Zulassungsdatum und KM-Stand schaut – ein ziemlich nagelneuer Ford Transit mit langem Radstand und 11 Kubikmeter oder 1000 Kilo Ladevolumen. Die Übernahme klappte wie immer bei der Autovermietung reibungslos.

 Ich fuhr damit mal gleich zur neuen Wohnung, versorgte uns beim Hofer-Aldi mit Energydrinks, Kaffee und Sandwiches und wartete auf Salar, den Makler und den Vermieter. Also um 18:30 Uhr ist es schon recht finster zu dieser Jahreszeit um eine Wohnung ohne einem einzigen russischen Luster zu übernehmen – die Handytaschenlampen mussten da etwas Licht ins Dunkle bringen. Wir haben ein paar Schäden notiert und sind informiert worden was alles noch ausgebessert wird: die Wohnungstür war abgeschlagen, ein Fenster im Badezimmer wird getauscht, eine Wandplatte in der Küche kommt erst. Wie die automatische Wohnraumbelüftungsanlage und der „selbsterklärende“ Türöffner funktioniert, konnte uns nicht erklärt werden. Egal, wir werden da schon draufkommen – irgendwann – die Nachbarn wissens auch nicht – LOL.  

Danach sind wir mit dem Transporter nach Wien gefahren. Reibungslos. Und ich war da schon so stolz auch mich, dass ich keinen einzigen Randstein mitgenommen habe. Dann kam die „Katastrophe“: Wochenlang habe ich die Parkplatzsituation vor meinem Haus beobachtet. Immer war alles frei. Und an dem Tag? ALLES VOLL!!! Wir mussten das Fahrzeug beim Schubhaftgefängnis abstellen. Oida, war ich pissed. Am Weg in die Wohnung haben wir beschlossen, dass der erste der am nächsten Morgen aufwacht zu allererst aus dem Fenster sieht um die Parkplatzlage abzuchecken. 
Kaum in der Wohnung angekommen, hören wir den Bass aus der Wohnung darunter – es war bereits 23:30 Uhr und nicht das erste Mal, sondern eher während der Unizeit so gut wie jedes Wochenende. Ich sofort runter, sturmgeklopft, eine Studentin öffnet, ich: „Magst mit hoch in meine Wohnung kommen und dort weiterfeiern oder dreht ihr sofort den Bass leise? Ich hab euch das schon 10 Mal erklärt.“ Sie: „Ja, ja.“ – das universelle „Leck mich.“ Zwei Stunden später, wir waren schon im Bett, konnten aber kein Auge zumachen wegen dem gschissenen Techno-Bass, habe ich dann die Polizei angerufen. 30 Minuten hats gedauert. Dann war sie da und es war endlich Ruhe in der Truhe. Salar ist dann sofort eingeschlafen, der war ja auch total erschöpft weil er an dem Freitag schon um 6:30 zu arbeiten begonnen hat. Ich hingegen war so mega sauer und nervös, dass ich gar nicht ans Schlafen denken konnte. Ich habe dann zur Nervenberuhigung ein Zimmer für die „letzte Nacht in Wien“ gebucht und zwar im Hotel schräg vis a vis von meiner Wohnung – mir war zu dem Zeitpunkt völlig wurscht ob es innen genauso abgeranzt ist wie von aussen – Hauptsache ein Bett und Ruhe. Dann konnte auch ich um 3 Uhr endlich schlafen.
Tag 2 kommt in Kürze.

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