Ein Regal zerlegen um es ratzfatz wieder aufbauen zu können, in elf Schritten:

1. Das Regal wird erst zerlegt wenn sein Inhalt in einer Kiste verstaut ist. Ich könnte zwar in einem Saustall auch Regale zerlegen, ist aber unschick und uneffektiv. Zum Thema Kistenpacken werde ich hier auch einen Artikel schreiben – später.

2. Es wird nur an einem Regal gearbeitet – Multitasking beim Abbau führt zu Multikatastrophe beim Aufbau.

3. Das Regal wird entstaubt – und zwar sämtliche Flächen vorne und hinten. Ich möchte den Staub der alten Wohnung nicht in die neue mitnehmen.

4. Ich überlege mir einen Namen für das Regal. Ich beschrifte meine Möbel alphabetisch – weil es die einfachste und schnellste Variante ist. Man kann natürlich auch richtige Namen verwenden, wenn man eine ganz persönliche Beziehung zu den Möbelstücken hat. Wenn ich nur eines habe, entfällt dieser Schritt.

Schritte 4-6 in einem Bild

5. Ich beschrifte jede Wand, jeden Boden, jede Blende gut leserlich mit dem Namen und wo sich das Teil befindet: oben, unten, links, rechts, Mitte…. Ich beschrifte alle Teile auf den „unsichtbaren“ Seiten (also Wände innen, Böden unten) – so weiß ich dann später beim Aufbauen auch gleich ob das die Sichtseite ist oder nicht.

6. Ich suche mir ein Sackerl und beschrifte es mit dem Namen des Möbelstücks. Hier kommen später alle Schrauben, Nägel und Dübel hinein, die sich in und an dem Möbelstück befinden. – Zusätzlich habe ich noch ein „großes“ Schraubensackerl angelegt, in das alle kleinen Möbelschraubensackerl hineinkommen,

7. „know your Regal“ – finde heraus welches Werkzeug du zum Zerlegen benötigst und hol dir alles gleich. Suche dir einen Platz für dein Werkzeug in Greifnähe – das ist das Werkzeug-Leo. Da kommt jeder Schraubendreher wieder hin nachdem du ihn benutzt hast. Für ein Standardmöbelstück eines schwedischen Möbelhauses benötigt man: Kreuz- und Schlitzschraubendreher, Hammer, Zange (und manchmal einen Imbus-Schlüssel – hier hilft so ein Fahrradwerkzeugset wenn man den dazugehörigen „anno dazumals“ beim Erstaufbau in „Ich-bau-das-nie-wieder-ab“-Laune weggeworfen hat).

8. Ich lege das Regal auf eine Decke, entferne zuerst die Rückwand und zerlege langsam und vorsichtig das Regal.

9. Bevor ich die Schrauben und Dübel wegnehme beschrifte ich jedes Loch mit einem D(übel) oder einem S(chraube) – wenn verschiedene Schrauben verbaut sind, dann suche ich mir das einzigartige Wiedererkennungsmerkmal und beschrifte damit, z.B. L(ange), K(urze), B(reite),…S(chraube)

beschriftete Löcher

10. Jede Schraube kommt sofort ins Sackerl und zum Schluss das kleine Sackerl gut verknotet ins große.

das große Schraubensammelsackerl

11. Diese Teile die in den Möbeln zum Anziehen der Schrauben stecken und einfach nicht rausgeklopft werden wollen, werden mit einem Streifen Klebeband dort wo sie sind, gesichert. Damit auch keines beim Transport verloren geht.

offene bs. zugeklebte Schraubenanzieher

Wenn das Regal so zerlegt ist, ist es ganz egal ob beim eigentlichen Akt des Umzugs die Böden durcheinander gewirbelt werden oder nicht. Es ist ganz einfach die richtigen Teile wiederzufinden und ich kann mir sicher sein, dass alle Schrauben mit von der Partie sind!

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