10 Basic-Tips zum Auswandern innerhalb der EU

Das EU-Recht macht es einem ja ganz einfach: melde dich ab wo du herkommst und melde dich an wo du wohnen willst. Hahahahahaha. Wenn es damit bloß getan wäre!

Hier sind zehn Ratschläge um nicht in einer Auswanderer-Show im Trash-TV landen zu müssen:

  1. Wandere in kein Land aus, das du nicht kennst – ziehe nicht nach Frankreich, nur weil du den Film „Chocolat“ oder „Die wunderbare Welt der Amelie“ gesehen hast.
  2. Lerne das Land, die Leute, die Gegebenheiten und vor allem die Sprache (!) zuerst kennen. Mache einen längeren Urlaub dort und schlafe nicht in einem Hotel, in dem alles standardisiert ist, sondern miete eine Wohnung über eine Flatsharing-Plattform. Gehe einkaufen, bewege dich mit öffentlichen Verkehrsmitteln fort, koche selbst, halte deine Augen offen für jeden kleinen Unterschied zu deinem bisherigen Leben und prüfe eingehend ob du damit langfristig leben kannst, gehe auf ein Einwohneramt oder zum Jobcenter und informiere dich über die Chancen und Zukunft in dieser Stadt. Spaziere zu verschiedenen Tageszeiten durch den Ort deiner Begierde und finde heraus wie sicher und dunkel es ist (dieser Punkt mag banal klingen, du solltest ihn aber nicht außer Acht lassen).
  3. Informiere dich über deine Jobchancen. Wie sieht die Bewerbungsetiquette aus? Kannst du etwas das gesucht wird (Stichwort: Fachkräftemangel) und hast du eine Ausbildung die anerkannt wird? Müssen Ausbildungsnachweise übersetzt und beglaubigt werden?
  4. Informiere dich über den Wohnungsmarkt – und vor allem weiß wo du hinziehen willst (glaube mir, in jedem Land und jeder Stadt gibt es Ecken, in denen willst du einfach nicht wohnen).
  5. Ziehst du mit Kindern um, informiere dich über das Bildungs- und Betreuungssystem. 
  6. Jeder der mit dir mitkommt muss die Sprache beherrschen! 
  7. Habe ein finanzielles Polster oder den Mut jeden Job anzunehmen, den du bekommen kannst, auch wenn er „unter deiner Würde“ ist. 
  8. Folge den Spielregeln: Sprich die Sprache. – Finde einen Job. – Kündige. – Finde eine Wohnung. Die Wohnungssuche habe ich bewusst an die letzte Stelle gerückt, da du, wenn du einen Job hast, dir im Notfall auch eine Zeit in einer temporären Unterkunft leisten kannst.
  9. Bringe deine Dokumente auf den aktuellsten Stand. Das nächste Konsulat oder die nächste Botschaft könnten von deinem neuen Wohnort sehr weit weg sein.
  10. Plane deinen Umzug. Kannst du dein gesamtes Hab und Gut sofort umsiedeln? Was muss zwischengelagert werden und wo? Können Freunde mit Platz aushelfen? Willst du ein Umzugsunternehmen beauftragen oder ohne fremder Hilfe umziehen? Gibt es Dinge, die du verkaufen oder verschenken willst? Solltest du vor dem Umzug noch ausmisten? Fange früh genug damit an!

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